Pädagogische Begleitung im Umgang mit digitalen Medien
Rechtliche Einordnung
Das Mediencoaching ist kein eigenständiger Leistungstatbestand, sondern ein ergänzendes pädagogisches Angebotim Rahmen der Hilfen zur Erziehung nach § 27 SGB VIII sowie der Hilfe für junge Volljährige nach § 41 SGB VIII.
Art, Umfang und Dauer des Mediencoachings richten sich nach dem individuellen Bedarf und werden im Rahmen des Hilfeplanverfahrens gemäß § 36 SGB VIII festgelegt.
Leistungsbeschreibung
Digitale Medien sind fester Bestandteil des Alltags junger Menschen. Mediencoaching bei FamFlex setzt dort an, wo digitale Nutzung Einfluss auf Alltag, Beziehungen, Schule, Arbeit oder emotionale Stabilität nimmt.
Ziel ist es nicht, Medien zu verbieten oder zu kontrollieren, sondern junge Menschen dabei zu unterstützen, einen bewussten, verantwortungsvollen und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln.
Das Mediencoaching erfolgt lebensnah, praxisorientiert und orientiert sich an der tatsächlichen Mediennutzung der jungen Menschen.
Ziele des Mediencoachings
- Förderung eines bewussten und reflektierten Medienumgangs
- Stärkung der Selbststeuerung und Eigenverantwortung
- Sensibilisierung für Auswirkungen von Mediennutzung auf Alltag und Verhalten
- Förderung von Medienkompetenz und digitaler Verantwortung
- Unterstützung bei der Balance zwischen digitalem und realem Alltag
Inhalte und Schwerpunkte
Die konkreten Inhalte werden individuell festgelegt und können unter anderem umfassen:
- Reflexion des eigenen Mediennutzungsverhaltens
- Umgang mit sozialen Netzwerken, Gaming, Streaming und Online-Kommunikation
- Auswirkungen von Medienkonsum auf Schlaf, Motivation und Konzentration
- Thematisierung von Selbstdarstellung, Datenschutz und digitalen Konflikten
- Entwicklung realistischer Nutzungsziele und persönlicher Grenzen
- Nutzung digitaler Medien als Werkzeug (z. B. Videoprojekte, Schnitt, kreative Inhalte)
- Förderung von Verantwortungsbewusstsein im digitalen Raum
Medien werden nicht ausschließlich konsumiert, sondern bewusst eingesetzt und reflektiert.
Arbeitsweise und pädagogische Haltung
FamFlex arbeitet im Mediencoaching nicht kontrollierend oder moralisierend. Der junge Mensch wird ernst genommen und aktiv in die Auseinandersetzung mit dem eigenen Medienverhalten einbezogen.
Regeln und Vereinbarungen werden transparent besprochen und gemeinsam entwickelt. Ziel ist es, Einsicht und Selbststeuerung zu fördern, statt Verbote auszusprechen.
Das Mediencoaching ist ressourcenorientiert, individuell angepasst und in bestehende Hilfeprozesse eingebunden.
Zusammenarbeit und Einbindung in den Hilfeprozess
Das Mediencoaching erfolgt in enger Abstimmung mit dem zuständigen Jugendamt und – sofern sinnvoll – mit Eltern, Sorgeberechtigten oder weiteren beteiligten Fachstellen.
Die Inhalte und Ziele des Mediencoachings werden im Hilfeplan berücksichtigt und regelmäßig reflektiert.
Abschließender Hinweis
Das Mediencoaching ist ein ergänzendes Angebot innerhalb bestehender Hilfen nach SGB VIII.
Art, Umfang und Dauer richten sich nach dem individuellen Bedarf und werden im Hilfeplanverfahren gemäß § 36 SGB VIII festgelegt.
